FESSELN SIE IHRE ZUHÖRER

Richtig präsentieren: warum es nicht reicht, nur etwas zu sagen zu haben

Was Sie zu sagen haben, ist wichtig. Und doch verlieren Sie allzu leicht Ihr Publikum. So können Sie das ändern.

Sie haben eine Präsentation. Sie haben sich also darauf vorbereitet. Alles, was Sie sagen, ist mit Zahlen und Fakten untermauert, in den Händen halten Sie Karteikarten mit Stichworten, falls etwas schief gehen sollte. Es geht nichts schief, Sie rattern den Text brav runter, so wie vor dem Spiegel geprobt. Sie sind erleichtert. Die Präsentation ist vorbei. Und der gesamte Content auch.

Denn auch, wenn Sie gesagt haben, was Sie sagen wollten, haben Sie damit noch lange keine überzeugende Präsentation gehalten. Der eine wird bald vergessen haben, was Sie Wichtiges gesagt haben, der andere hat von vornherein nicht zugehört. Das ist ein Fehler – denn was Sie zu sagen haben, ist wichtig. Mit diesen essentiellen Tipps sagen Sie es nicht nur, sondern präsentieren es auch richtig.

Let’s see

Es wird davon ausgegangen, dass der Inhalt zu etwa 60 Prozent ausmacht, wie das Gesagte beim Zuhörer ankommt – für die vollen 100 Prozent muss also noch nachgeholfen werden. Hier kommt die visuelle Ebene auf den Plan – PowerPoint, das gute alte Plakat oder andere veranschaulichende Hilfsmittel sollten unbedingt zur Anwendung kommen. Wichtig dabei – das Visuelle sollte das Gesagte unterstützen und nicht davon ablenken. Außerdem zählt auch hier die Devise: weniger ist mehr. Niemand braucht eine komplette Transkription Ihres Vortrags auf die Wand projiziert.

Der rote Faden der Ariadne

Es ist hilfreich, von einem roten Faden zu wissen – für den Vortragenden ebenso wie für das Publikum. Ihre Präsentation braucht Einleitung, Hauptteil und Schluss. Viele winken diesen Aufbau als gegebene Tatsache ab und kommen dementsprechend unvorbereitet ins Trudeln – setzen Sie für sich selbst fest, wo Ihre Einleitung endet und wo ihre Zusammenfassung beginnt. Vermischen Sie die Abschnitte nicht.

Es ist auch nicht langweilig, wenn Sie Ihr Publikum anfangs in den Aufbau Ihrer Präsentation einweihen – eine kurze Übersicht zu Beginn gewinnt eine Art von Aufmerksamkeit, die nicht mehr leicht vergeht.

Verständnis ist kein Wettrennen

Versetzen Sie sich in Ihre Zuhörer. Komplizierte Erklärungen und viele Zahlenbeispiele können auch die Aufmerksamsten unter ihnen abwerfen. Geben Sie praktische Beispiele und nutzen Sie visuelle Hilfsmaßnahmen für schwierigere Parts. Was Ihnen während der Vorbereitung komplex erschien, ist für die anderen, die es vielleicht zum ersten Mal hören, um ein Vielfaches schwieriger. Behalten Sie auch Ihr Publikum im Auge – blicken viele verwirrt oder stark konzentriert drein, wiederholen Sie einen Fakt vielleicht noch einmal oder verlangsamen Sie ihr Redetempo etwas.

Anfang …

Die Kunst des Schreibens ist, beim Anfang anzufangen und beim Ende zu enden – diese alte Weisheit lässt sich auch aufs Präsentieren übertragen. Am Anfang können Sie Ihre Zuhörer überraschen, begeistern amüsieren – oder langweilen und damit sofort verlieren. Kaum ein verlorener Zuhörer kommt wieder zurück. Beginnen Sie Ihre Präsentation mit einer Frage und sprechen damit Ihr Publikum direkt an; stellen Sie einen überraschenden Fakt in Aussicht, dem dann alle entgegenfiebern werden; oder teilen Sie einen ungewöhnlichen Fun Fact mit Bezug auf das Thema Ihrer Präsentation, bringen Sie ein Zitat oder eine kurze, persönliche Anekdote als Überleitung.

… und Schluss

Das Zitat eignet sich auch als überzeugendes Ende einer überzeugenden Präsentation – und dabei kann der Spruch sogar von Ihnen selbst sein. Überlegen Sie sich einen simplen Slogan, der die Beweggründe Ihres Vortrags und das, was Sie daraus erhoffen, zusammenfasst und dabei in die Zukunft blickt. Das können schon so einfache Worte sein wie: „Beginnen wir die Reise“ oder „So geht es nach oben“.

Verzichten Sie hingegen auf die alte „Fragen?“-Slide, die keiner mehr sehen kann. Es wird Fragen geben, doch die können auch ohne die visuelle Aufforderung gestellt werden. Am besten lassen Sie Fragen sogar bereits während Ihres Vortrags zu – so signalisieren Sie Ihr profundes Wissen zu dem Thema und Selbstvertrauen.

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